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Widerstand zwecklos
Rundbrief vom 28.01.05

Letztens konnte ich nicht schlafen.
Es wurde später und später und ich war todmüde - aber Schlaf
wollte sich nicht einstellen.

Den kommenden Tag hatte ich mit Terminen vollgepackt - es
wäre von Vorteil, wenn ich frisch aufwachen könnte.
Ging nicht, keine schöne Nacht.


Am nächsten Abend war ich noch müder als die Nacht zuvor.
Auch für den kommenden Tag erwarteten mich spannende
Aufgaben, auf die ich mich sehr freute.
Nur fit sein wollte ich eben dazu.

Doch was geschah?
Kein Schlaf... die Stunden verstrichen, es dämmerte schon
und ich wurde beinahe wahnsinnig.


Was soll das?

Nun, in meiner Welt geschieht nichts ohne Grund.
Waren es die vor mir liegenden Tage?
Nein, es erwartete mich zwar eine anstrengende Zeit, doch
ich freute mich schon sehr darauf, hier herrschte kein Zwang
oder negativer Stress.

Es stellte sich heraus, dass ich etwas ganz anderes lernen
sollte: Das Leben fliessen zu lassen - den Widerstand
aufzugeben.

Vor der dritten Nacht wurde mir mulmig zumute.
Wenn ich jetzt nicht schlafen könnte, würde mir vielleicht
morgen die Energie fehlen, ich wäre vielleicht zu müde,
würde Fehler machen, meine Familie damit gefährden...wer
weiss.

Konnte ich mich zum schlafen zwingen?
Unmöglich.

Also nahm ich ein langes Bad und dachte nach.
Übrigens ein guter Tipp für so viele Lebenslagen.

Was würde geschehen, wenn ich nicht schlafen könnte?
Wahrscheinlich wäre ich müde.
Zu müde?

Eigentlich nicht, ich bin jung, gesund und kräftig - da
genügen für einen erstaunlich langen Zeitraum nur ganz
wenige Stunden pro Nacht, und die hatte ich ja ohnehin.

Also machte ich mich bereit.
Bereit, heute nicht zu schlafen.

Die Schlaflosigkeit war mein Feind.
Doch sie machte nur ihren Job, dafür kann man sie nicht
hassen. Widerstand war zwecklos.

Ich bereitete mich also vor, brühte zwei Tassen Tee auf
(eine für mich, eine für die Schlaflosigkeit) und stellte
ihr ein paar Kekse hin.
Ja, ich bereitete den schönsten Platz im Haus für sie vor -
sollte sie doch kommen. Wenn ich schon nicht schlafen
könnte, dann hätte ich wenigstens jemandem zum reden.

Ratet mal.
Sie kam nicht. Nie wieder.


Ich war bereit für sie, hatte sie eingeladen - und damit war
ihr Erscheinen nicht mehr nötig.


Immer wieder werde ich gefragt: "Tom, meistens gehts mir gut
und an manchen Tagen habe ich völlig unbegründete tiefe
Ängste. Das mag ich nicht, was soll ich tun?"

Lade deine Ängste ein, mach deinem Feind einen Tee.
Er kommt nicht ohne Grund, hör ihm zu.
Eigentlich ist er einer deiner besten Freunde, das Wort
"Feind" passt gar nicht wirklich.

Sei bereit für ihn - und er muss nicht kommen.


Aber vorsicht: Überlisten geht nicht.
Da höre ich doch: "Ja, ich bin ja bereit und hoffe dann,
dass die Angst nicht kommt, aber sie kommt doch!"

*anshirnschlag*

Wer bereit ist, ist bereit. Der hofft nicht, dass es anders
kommt, der rechnet fest damit, dass die Angst kommt.
Wenn sie es denn tut - kein Problem.
Und falls(!) sie nicht kommt, auch kein Problem.


Das wussten übrigens schon die alten Römer, als sie sagten:
"Willst du Frieden, rüste für den Krieg."
(Nein Mr Bush, es heisst nicht, "dann führe Krieg". Bitte?
Ja, ist recht, ich male Ihnen ein Bild zum Thema zum
besseren Verständnis, he Finger weg von dem Knopf, kann mal
einer den Irren hier festbinden?! Wie, gewählt? Präsident
von was, vom Dackelverein? Was, das ist kein Witz? Bin ich
im falschen Film? Ja, das haben Sie jetzt davon, wer nicht
hören will... ach, nicht weinen, so weh hat das sicher nicht
getan...das soll Ihnen jetzt aber eine Lehre sein!)


Machts gut!

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