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Im Spiel erkennt man die Menschen
Rundbrief vom 25.02.05

Wie sind die Leute wirklich?
Das interessiert mich natürlich immer.

Doch so sehr man auch glaubt, man verfüge über gute
"Menschenkenntnis" - die Leute sind doch immer wieder für
Überaschungen gut.


Ziemlich gut kann man es erkennen, wenn das entsprechende
Versuchsobjekt unter Alkoholeinfluss gesetzt wird.
Doch da mir dies mittlerweile gerichtlich untersagt wurde,
habe ich eine neue Methode, ganz nebenbei das wahre Wesen
der Menschen zu erkennen:

Im Spiel.


Ja genau, spiel mal eine Runde Monopoly (oder ein anderes
Brettspiel) und du erfährst mehr über dein Gegenüber als
durch stundenlange Gespräche.


Da werden Menschen, die sonst immer ganz nett zu allen sind
und sich stets für "das Gute" in der Welt einsetzen
plötzlich zu Raubtieren. Du landest auf dessen Hotel? Sofort
bezahlen. Du kannst nicht? Für ein Butterbrot nimmt er dir
strategisch wichtige Strassen erbarmungslos ab.

Oder ganz toll: Der "Ich-ruhe-in-mir-selbst-Typ". Mit der
Ruhe ist es nicht weit her, denn wenn er im Spiel hinten
liegt, wird er nervös, benutzt halblegale Tricks (schummeln
würde er nie, denn so etwas widerspricht seiner
Pseudo-Überzeugung) und kommt dann irgendwie doch als erster
ins Ziel. Halleluja.

Da sind sie dann alle: Der Geiz, die Gier, der Neid,
Ellbogenmentalität und ungesunder Egoismus.

"Ja, was soll man da machen?" höre ich dich fragen. "Das
gehört zum Menschen eben dazu, es zu unterdrücken wäre doch
völlig falsch!"

Richtig. Also warum so tun, als sei man der perfekte Mensch?
Ich meckere ja nicht, wenn es im Spiel ans Tageslicht kommt
- was mich vielmehr stört ist die Tatsache, dass die
entsprechenden Menschen jene Eigenschaften ja offiziell gar
nicht besitzen. Und sie tun es doch und lügen sich damit an.

Ich kenne auch andere Spielpartner.
Die sagen dir von Anfang an: Ich keine Gnade.
Na, das ist ja toll, dann weiss man wenigstens, woran man
ist.

Oder andere schummeln auf Teufel komm raus. Ganz offiziell.
Ja, sie warnen sogar die Mitspieler: "Passt auf, ich kann
nicht anders, habe einen Schummelzwang, passt auf mich auf!"
Find ich lustig.


Wir alle haben so genannte Schattenseiten.
So ist das halt als Mensch, da gibt es schwarz und weiss,
gut und böse, hell und dunkel, ying und yang. Das brauchen
wir eben zum spielen, macht ja nichts.

Ungünstig wird es dann nur, wenn man versucht, das
"schlechte" zu überdecken. Denn das geht nicht - spätestens
beim nächsten Monopoly kommt es wieder ans Tageslicht.

So zu tun als sein man einer, der man gar nicht ist, ist ja
so anstrengend. Und irgendwann gehts nicht mehr.

Wer gleich sagt, "ich bin ich", hats bedeutend leichter. Wer
so spielt, wie er angeblich auch lebt, ist mir am
sympathischsten. Egal, ob er rücksichtlos und betrügerisch
oder ausgeglichen spielt - hauptsache echt.

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