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Das Geheimnis des Erfolgs
Rundbrief vom 08.08.05

Auf der einen Seite sind die erfolgreichen Menschen.
Die Stars, herausragende Persönlichkeiten.

Michael Schumacher fährt schnell Auto und bekommt dafür
Millionen, andere spielen Fussball und kassieren ab.
Britney Spears singt flaches Zeugs und wird vergöttert...

Woran liegt es, dass diese Menschen so erfolgreich sind in
dem, was sie tun?
Anders gefragt: Warum bin ich kein Rennfahrer, Astronaut
oder vielumjubelter Star?
Oder ein Geheimagent, Konzernchef oder zumindest Zahnarzt?

"Es ist die göttliche Gaaaabeeee," mag man mir jetzt ins Ohr
säuseln. Aber das ist Quatsch.
In manchen Fällen scheint Talent sogar kontraproduktiv.

Zum Glück kenne ich(TH) die Leute ja persönlich, also habe
ich Britney (BS) mal besucht, um mit ihr zu plaudern:

TH:"Hi Britney, ich bin mal wieder da."
BS:"Hi Tom, nice to see you, lass dich umarmen!"
TH:"Wääh, reicht schon."
BS:"Was führt dich her?"
TH:"Britney, ich schreibe doch diesen Lebenswert-
Rundbrief..."
BS:"Oh, I see, jaja, den liebe ich!"
TH:"... also ich schreibe den, und heute will ich meinen
Lesern
erzählen, warum du erfolgreich bist in dem, was du tust."
BS:"Du meinst, warum ich so viele CDs verkaufe, meine
Konzerte ausgebucht sind und ich reich reich reich bin?"
TH:"Jup."
BS:"Weil ich so toll singen kann, Baby."
TH:"Hüstel - Britney, komm schon, wir sind doch unter uns,
jetzt mal den wahren Grund..."
BS:"Jaja. Aber ich singe nicht schlecht!"
TH:"Kann sein, jetzt aber mal ehrlich, da gibts bessere, die
keinen so grossen Erfolg haben."
BS:"Ja, die gibts, will ich mal zugeben."
TH:"Also kanns doch an der goldenen Stimme nicht liegen, die
du
vom lieben Gott geschenkt bekommen hast."
BS:"Wie, geschenkt bekommen? Ich trainiere meine Stimme
durchschnittlich 2 Stunden am Tag."
TH:"WAS?"
BS:"Ja, seit ich 8 bin!! Von wegen vom lieben Gott gegeben,
schön wärs, hätte mir einen Haufen Arbeit erspart."
TH:"Oh, das wusste ich ja gar nicht..."
BS:"Keiner weiss das, keinen interessierts."
TH:"Doch, mich interessiert es und meine Leser. Jetzt sag
bloss, du nimmst auch Tanzunterricht..."
BS:"Du machst Witze? Meinst du, das kommt alles von
alleine?"
TH:"Naja, im Musikvideo kann man viel schummeln..."
BS:"Stimmt, aber a bisserl was muss ich auch können, sonst
wird
das nichts - besonders auf der Bühne ist zumindest die
Bewegung live."
TH:"Stimmt ja - wie lange brauchst du für sowas?"
BS:"Baby, ich trainiere das ganze körperliche jeden Tag
einige
Stunden. Jeden Tag!!"
TH:"Ächz..."
BS:"Ja, ächz, was meint ihr denn immer alle? Dass ich jeden
Tag
das Superluxusleben führe und so ganz nebenbei 100 Konzerte
im Jahr gebe, Platten mache, mein Leben versuche irgendwie
in den Griff zu bekommen und das alles von 9-17 Uhr von
Montag bis Freitag mit 6 Wochen Urlaub im Jahr und wenn ich
daheim in meiner Villa bin, dann schalte ich mein Privatkino
an? Ich sag dir eins: Ich habe ein Privatkino - aber ich
benutze es nicht. Ich habe dazu keine Zeit, muss nämlich
arbeiten."
TH:"Aber in Zeitschriften sieht das immer so aus..."
BS:"...vielleicht, weil die Leute nicht wissen wollen, wie
es
wirklich ist. Die wollen einen übermenschlichen Star. Aber
Tom, du kennst mich, ich bin kein Übermensch."
TH:"Das kann ich bezeugen! Was, schon so spät, Brit, sorry,
aber ich muss weiter, Michael Schumacher wartet auf mich."
BS:"See you, bye bye, komm mal wieder vorbei!"

Einige Stunden später sitze ich in Monaco bei Michael S.
(MS), einem bekannten Rennfahrer, der nicht genannt werden
möchte.
MS:"Hi Tom, alter Schwarzfischer, schön, dass du endlich da
bist."
TH:"Die Britney hat so lange gelabert..."
MS:"Ächz."
TH:"Ja, aber war nicht uninteressant. Jetzt zu dir,
Michael."
MS:"Worum gehts denn heute, brauchst wieder Geld?"
TH:"Das auch, aber in erster Linie bin ich da, um dich nach
den Geheimnissen deines Erfolgs zu fragen."
MS:"Warum ich so ein superklasse Rennfahrer bin?"
TH:"Genau."
MS:"Weil ich selten bremse."
TH:"Komm schon, das ist doch Quatsch - warum fährst du
wirklich in der Formel 1 ganz vorne mit?"
MS:"Ich bin schon als kleiner Junge gefahren."
TH:"In der Formel 1?"
MS:"Nee, Gocart"
TH:"Ach, so zum Spass..."
MS:"Die anderen fuhren immer so zum Spass, ich habe das
ernst genommen, war voll dabei und habe Stunden, Tage,
Monate trainiert."
TH:"Da steckte viel Arbeit drin?"
MS:"Ja, ohne je zu wissen, dass ich damit mal mein Geld
verdienen könnte. Es lag mir einfach am Herzen, der Rest war
egal."
TH:"Manche meinen, deine Superreflexe sind der Schlüssel zum
Erfolg."
MS:"Und woher sollen die kommen?"
TH:"Öööh, ein göttlicher Segen?"
MS:"Jetzt werde nicht unverschämt, die habe ich natürlich
trainiert, trainiert, trainiert. 12 Stunden am Tag, 7 Tage
pro Woche, 365 Tage im Jahr und viele Jahre meines Lebens."
TH:"Jaja, beruhig dich wieder. So ist das also..."
MS:"Genau, und so geht das weiter. Ich trainiere jeden Tag
viele Stunden. Esse nach ganz speziellen Vorgaben. Nix mit
abends heimkommen und ein paar gesalzene Erdnüsse mit einem
Viertel Wein vor dem Fernseher, das kannste vergessen und
manchmal beneide ich die Leute, die das können."
TH:"Was, du beneidest?"
MS:"Klar, alles hat seine zwei Seiten."
TH:"Du musst also richtig arbeiten?"
MS:"Nein, wenn ich richtig arbeiten müsste, wäre ich ja
abends zuhause bei meiner Familie. Ich muss verdammt
richtig arbeiten. Manchmal bleibt da das eigene Leben auf
der Strecke... da muss man aufpassen."
TH:"Mmmh..."
MS:"Ja, mmmh, das hättste jetzt nicht gedacht."
TH:"Da muss ich noch drüber nachdenken, machs gut bis
dahin."
MS:"Gut, dass du gehst, ich hab jetzt eh keine Zeit mehr."
TH:"Wieso, das nächste Rennen ist doch erst am Sonntag,
heute ist Montag, hast ja noch Zeit."
MS:"Du spinnst ja."

Ich weiss ja nicht, wie es euch geht, aber ich persönlich
habe einfach keine Lust drauf, 80 Stunden pro Woche zu
arbeiten.
Das ist der Grund, warum Berufe wie Bundeskanzler,
Konzernchef oder Superstar für mich nicht in Frage kommen.

Nene, lieber bin ich mit meiner Familie, in meinem schönen
Haus und liege faul im Garten mit einem guten Buch.

Gestern hörte ich eine alte CD von an.
Die Musik macht Spass. Die Bandmitglieder auf dem Cover
sehen aus wie ... mmmh ... wie asoziale, kaputte,
Tunichtguts. Nachmittags aufstehen, Alkohol, Drogen, bis
morgen Früh feiern...
Dann höre ich deren Musik und plötzlich fällt mir ein: Wie
lange die dafür wohl geübt haben?
Der Gitarrist, wie viele Stunden er wohl investiert hat über
Monate und Jahre vom Tag an, als er seine erste Gitarre
hatte bis zu jenem Tag, als diese CD aufgenommen wurde?

Ich weiss es nicht.
Aber eins ist klar: Das war viel viel Arbeit.
Stundenlang sass er mit seinen Tatoos und seinen wilden
langen Haaren im stillen Kämmerlein und hat die Gitarre
bearbeitet, um vernünftige Töne aus ihr zu bekommen.

Wie greift man nochmal das Fismoll?


So ist es, auch wenn Medien und die Personen selbst nur zu
gerne ein anderes Bild zeigen.

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